Die Kinderbuchautorin Brigitte Jünger war am 3. Mai 2012 zu Gast in der OPS. Vor den Schülern der 4. Klasse las sie aus ihrem neuen Buch „Käfersommer“. Sie lässt die Schüler teilhaben am Leben und Kennenlernen von Edda und Jo, spannend erzählt von Edda in der Vergangenheitsform und Jo, der die Geschehnisse in der Gegenwartsform schildert:

Noch wissen Edda und Jo nichts voneinander. Edda lebt ein harmonisches Leben, liebevoll umsorgt von ihrem Vater, einem Tierarzt, und ihrer Mutter, einer Archäologin. Noch hat sie keine Ahnung, dass der Junge auf der Verkehrsinsel und der Hirschkäfer in der neuen Wohnung etwas miteinander zu tun haben. Jo wohnt bei seinem Vater, der als Hausmeister arbeitet, obwohl er Biologe ist. Seine Mutter ist tot und der Vater trinkt und schläft einen großen Teil des Tages. Schon seit einiger Zeit hat Jo den Unterricht geschwänzt. Als das herauskommt, soll er in eine neue Schule gehen. In der neuen Klasse sitzt er neben Edda.  Die interessiert sich für ihn, sie verteidigt ihn gegenüber anderen, spürt, dass er ein Geheimnis hat und folgt ihm heimlich sogar nach Hause, um mehr über ihn herauszufinden. Darum sieht Edda, wie Jos Vater von der Polizei abgeholt wird. Wer kümmert sich jetzt um Jo? Zum Glück ist gerade Tante Malli zu Besuch, die Eddas Familie beim Umzug helfen soll. Und die kennt nicht nur Edda gut, sondern weiß auch Rat in verzwickten Situationen.

Die Schülerinnen und Schüler fiebern mit, wenn Brigitte Jünger ihre Protagonisten im Klassenzimmer zum Leben erweckt.  Als sie nach einer guten halben Stunde zum Ende ihrer Lesung kommt – wobei sie das Ende der Geschichte offen lässt - , stellen die Kinder interessierte Fragen, die Brigitte Jünger gerne beantwortet.

So wollte z.B. ein Junge wissen, wie lange es gedauert hat, das Buch zu schreiben – etwas über ein Jahr, lautete die Antwort. Eine andere Frage war, wie die Idee für das Buch entstanden ist. Brigitte Jünger erläuterte, dass sie ganz viele Erinnerungen an ihre eigene Schulzeit, viele Erfahrungen im Laufe ihres Lebens und Dinge, die sie in Filmen gesehen hat, zu diesem Buch inspiriert haben. Ein Mädchen wollte wissen, ob sie weitere Bücher geschrieben hat: „Ferien am Ende der Welt“ und „Der Tonsch“ sind Bücher, die sie bereits geschrieben und auch jeweils in der OPS vorgestellt hat (Anmerkung: die Bücher stehen in der Schulbücherei zur Ausleihe bereit). Eine weitere Frage lautete, wie lange Frau Jünger schon Bücher schreibt. Schreiben sei schon immer ein Steckenpferd von ihr gewesen, erläuterte Brigitte Jünger. Schon als Kind fand sie Buchstaben und Wörter höchst spannend, schrieb kleine Gedichte und Bücher.

Als besonderes Bonbon verteilte Brigitte Jünger zum Ende der Lesung persönlich gewidmete Autogrammkarten und signierte mitgebrachte Bücher.

Für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 4a und 4b war es ein tolles Erlebnis, mit einer „echten“ Autorin zu sprechen und zu hören, wie ein Buch entsteht und mit wie viel Freude Frau Jünger aus ihrem Buch vorgelesen hat.

Brigitte Jünger wurde 1961 in Köln geboren. Sie studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Psychologie und bekam drei Kinder. Heute arbeitet Brigitte Jünger als freie Journalistin und Autorin für verschiedene Rundfunkanstalten in Deutschland, vor allem für den Westdeutschen Rundfunk und Deutschlandradio Kultur in Berlin und macht Hörfunkbeiträge auch für Erwachsene, vor allem aber für Kinder zu den Themen Musik, Kunst und Religion.