Otfried-Preußler-Schule

Die Otfried Preußler-Schule ist eine zwei- bis dreizügige Grundschule und liegt von Grünanlagen umgeben in unmittelbarer Nähe der Stadtmitte Mettmanns. Die Schule verfügt über eine eigene Turnhalle und eine Außensportanlage.

Die Otfried-Preußler-Schule ist als Ausbildungs- und Hospitationsschule für Montessori-Diplomanden anerkannt und wird von LehrerInnen und ErzieherInnen aus ganz Deutschland besucht. 1981 wurde die erste Mettmanner „Montessori-Klasse“ eingerichtet. Seitdem ist die Montessori-Pädagogik fester Bestandteil unserer Schule.

Heute besuchen ca. 200 Kinder die acht jahrgangsübergreifenden Montessori-Klassen der Grundschule. Die in den Montessori-Klassen der Otfried-Preußler-Schule unterrichtenden LehrerInnen orientieren sich an den Grundschulrichtlinien Nordrhein-Westfalens. Dabei finden die grundlegenden Prinzipien der Montessori-Pädagogik besondere Beachtung.

 

 

 

 

Leitbild der Schule 

Als Ausgangspunkt der Erziehung sieht Maria Montessori die Person des Kindes. 

„Hilf mir, es selbst zu tun.“, hat Montessori ein Kind zitiert und so die Aufgaben der Pädagog*innen zusammengefasst:

  • beobachten des Kindes
  • tolerieren und respektieren, dass das Kind evtl. anders ist und nach seinem „inneren Bauplan“ handelt
  • passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann
  • helfen, wo das Kind bei seiner Entwicklung zur Selbstständigkeit Hilfe braucht

Dass die Verwirklichung dieses Leitbilds an unserer Schule beispielhaft gelingt, wurde uns im zusammenfassenden Bericht der Bezirksregierung über die Qualitätsanalyse an der Otfried-Preußler-Schule im Februar 2017 bestätigt. Besonders gelobt wurde das gute Lernklima an unserer Schule, welches als ausgesprochen wertschätzend und damit äußerst förderlich für die Kinder bewertet wurde. Als beispielhaft wurden die Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung und die Förderung der Schüler und Schülerinnen in den Bereichen Selbstständigkeit und Konfliktfähigkeit hervorgehoben. Dies ist zum großen Teil auf unser Konzept der jahrgangsübergreifenden Freiarbeit zurück zu führen. […Die Entwicklung der Selbständigkeit – sowohl in ihrer Persönlichkeit als auch als Lernende – zu stärken, gelingt der Otfried-Preußler-Schule in beispielgebender Weise. Insbesondere die Freiarbeitsphasen verlangen zum einen ein hohes Maß an Selbständigkeit und bieten zudem Gelegenheit, diese immer weiter zu entwickeln. Von der freien Wahl des Materials, der Wahl der Sozialform bis hin zur Auswahl der Aufgaben sind die Schüler und Schülerinnen gefordert, selbständig ihren Lern- und Arbeitsprozess zu gestalten… (Auszug aus dem Qualitätsbericht der Bezirksregierung Düsseldorf vom 6.4.2017 S.18)]

 

 

Prinzipien der Freiarbeit in den Montessori-Klassen 

  • Sensible Perioden: 

In diesen Phasen erwirbt das Kind anhand von selbst ausgewählten Materialien bestimmte Fähig- und Fertigkeiten besonders leicht.

  • Polarisation der Aufmerksamkeit:

Das Kind ist zu hoher Konzentration fähig und versinkt in seiner Arbeit, wenn es sich freiwillig für die Tätigkeit entscheiden kann.

  • Freiheit und Bindung:

Das Kind hat die Freiheit den Lerngegenstand, sein Lerntempo, die Arbeitsdauer und die Sozialform zu wählen. Jedoch bindet sich das Kind an das Material und muss die Arbeit zu Ende führen. Es ist mitverantwortlich für die Ordnung und die Ruhe in der Klasse.

  • Vorbereitete Umgebung:

Es muss ein den kindlichen Bedürfnissen adäquates Lernumfeld geschaffen werden, das das Kind durch klar gegliederte, überschaubare Strukturen anspricht und zum Handeln auffordert.

 

 

Rahmenbedingungen für die Arbeit nach diesen Prinzipien

  • den zeitlichen Umfang der Freiarbeit, 2-3 Unterrichtsstunden täglich
  • die Ausstattung aller Klassen mit allen für die Grundschularbeit notwendigen Montessori-Materialien und eine Vielzahl zusätzlicher Arbeitsmittel für die Kinder
  • die Bildung der Freiarbeitsgruppen als jahrgangsübergreifende Gruppen, so dass vier Jahrgänge in einer Freiarbeitsgruppe zusammen sind

 

 

Struktur der Montessori-Pädagogik an der Otfried-Preußler-Schule

Die Freiarbeit, d.h. der Kernunterricht, der nach den Prinzipien der Montessori-Pädagogik gestaltet wird, findet in acht jahrgangsgemischten Lerngruppen statt. Hier werden grundlegende Themen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Kunst behandelt.

Jede Klassenlehrerin betreut verantwortlich eine Lerngruppe im Jahrgangsunterricht, der sich täglich an die Freiarbeit anschließt. FachlehrerInnen ergänzen ggf. die Lernbereiche Englisch, Musik, Sport und Religion.